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Physiotherapie in der Praxis

Nach dem Bobath-Behandlungskonzept können Kinder behandelt werden, die Bewegungseinschränkungen oder Entwicklungsverzögerungen aufweisen, die auf Grund von unterschiedlichen Einwirkungen verursacht wurden. Während der Behandlung lernt das Kind unter Anleitung des Therapeuten natürliche Behandlungsabläufe nachzuvollziehen. Die Schulung der Kopf- und Rumpfkontrolle, Gleichgewichtsreaktionen, Gewichtübertragungen von einer auf die andere Körperseite, stehen dabei im Vordergrund der Behandlung. Optische, akustische und taktile Stimulationen werden in die Behandlung einbezogen. Der Behandlungsbeginn wird möglichst frühzeitig angestrebt, um die Hirnfunktionen während der Reifung in den ersten Lebensmonaten günstig zu beeinflussen. Als Leitfaden dienen die normalen Entwicklungsstufen des Säuglings und Kleinkindes.

Wie auch beim Bobath- Konzept für Kinder werden Bewegungseinschränkungen behandelt, Bewegungsabläufe wieder erlernt und gefestigt. Das Konzept findet Anwendung bei: Schlaganfällen, Parkinson, Multipler Sklerose, Schädel-Hirntraumen, Lähmungen und anderen neurologischen Erkrankungen.

McKenzie ist eine Methode zur Untersuchung und Behandlung von Rückenschmerzen, die aber auch im Bereich aller anderen Gelenke eingesetzt wird.Diese Methode ist eines der am besten erforschten Systeme zur Diagnostik und Therapie von Beschwerden der Wirbelsäule.

Die therapeutischen Ziele sind:
- Aufklärung der Patienten
- Schmerzbeseitigung und Zurückerlangen der Beweglichkeit
- Erstellung von individuellen Selbstbehandlungsprogrammen zur Vorbeugung  (Prävention) von Rückfällen
- Vermeidung langwieriger Beschwerden

Bei der Untersuchung macht der Patient wiederholte Bewegungen, während der Therapeut das Schmerzverhalten notiert.
Eine Bewegung kann Schmerzen verursachen. Die Wiederholung derselben Bewegung kann die Schmerzen jedoch verändern. Schmerzen können als unmittelbare Folge dieser wiederholten Bewegungen reduzieren beziehungsweise ganz verschwinden.
Ferner können Schmerzen durch diese Testbewegungen von der Peripherie (zum Beispiel Bein) Richtung Wirbelsäule wandern. Man nennt dieses Phänomen Zentralisation.
Studien - sowohl bei akuten als auch chronischen Patienten - haben gezeigt, dass Patienten, deren Schmerzen sich durch bestimmte Bewegungen oder Haltungen beeinflussen lassen, langfristig weniger Schmerzen, eine bessere Funktion und eine frühere Rückkehr in den Arbeitsprozess erlangten (Long 1995, Werneke 1999).
(© www.mckenzie.de)

Das craniosacrale System ist ein System, das bei Menschen und allen Tieren vorkommt die ein Gehirn und Rückenmark besitzen. Es hat schützende (stoßdämpfende) Funktion und spielt bei der Versorgung und dem Schlackentransport dieser Organe eine wichtige Rolle. Das craniosacrale System unterhält enge Wechselbeziehungen zum Nerven-, Gefäß-, Lymph-, Hormon-, Atmungs-und Muskelskelettsystem. Wenn dieses System aus dem Gleichgewicht kommt, werden Gehirn und Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen. Craniosacrale Therapie ist eine sehr feine und tiefgehende Körperarbeit. Sie arbeitet manuell und energetisch mit dem schützenden und nährenden Pulssystem der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Herzstück der Arbeit ist der Craniosacrale Rhythmus , der durch die an- und abschwellende Bewegung der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit verursacht wird und von geübten Händen ertastbar ist wie der Herzschlag oder Atem. Bei dieser Form von Körperarbeit werden die Selbstheilungskräfte des Körpers auf allen Ebenen angeregt und unterstützt. Gleichzeitig besteht durch Tiefenentspannung die Möglichkeit, Zugang zu unbewußten emotionalen Blockaden zu bekommen. Alte Denkmuster, Unfall-, Operations-, Geburtstraumen oder auch verdrängte emotionale Verletzungen können erkannt, wiederbelebt und verstanden werden.

Craniosacrale Therapie eignet sich alleine oder begleitend zu anderen Therapien bei:

  • Kopf- und Rückenproblemen
  • Kiefergelenksbeschwerden
  • Schwindel
  • Migräne
  • Trigeminusneuralgie
  • Tinitus
  • Symptomen nach Operationen und Unfällen
  • emotionalem und anderem Streß mit seinen Folgeerscheinungen
  • Störungen des autonomen und des zentralen Nervensystems mit seinen Auswirkungen auf die motorische Koordination, Wahrnehmung und unser Denken
  • vegetative Störungen
  • Seh- und Schlafstörungen
  • Lernschwierigkeiten
  • Depression
  • Überaktivität

Ein Lymphödem ist eine Erkrankung des Lymphgefäßsystems. Das Lymphgefäßsystem ist für den Abtransport von Flüssigkeit und Eiweiß aus dem Gewebe verantwortlich. Kommt es zu einer Störung der Transportkapazität bleiben Flüssigkeit und Eiweiß im Gewebe zurück und es entsteht eine Schwellung - das Lymphödem. Lymphödeme können durch angeborene Missbildungen oder Funktionsstörungen des Lymphgefäßsystems - primäres Lymphödem - oder als Folge von Operationen, Bestrahlungen, Infektionen oder Verletzungen - sekundäres Lymphödem - entstehen.
Unter manueller Lymphdrainage versteht man manuelles Abdrainieren (Ab-und Weiterführen) der Gewebsflüssigkeit über die Lymphgefäße. Das Prinzip beruht auf einer bestimmten Grifftechnik, rhythmisch-kreisende-pumpende Griffe durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände bei fein dosiertem Druck nach einer, dem entsprechenden Krankheitsbild, festgelegten Reihenfolge. Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung von einem Wiederauftreten der Ödeme kann nach der Behandlung noch eine Bandagierung oder Kompression mit Hilfe von Kompressionsstrümpfen vorgenommen werden. Eine große Bedeutung hat die manuelle Lymphdrainage bei der Nachbehandlung operativer Eingriffe, bei denen Lymphknoten entfernt worden sind. Es können Lymphödeme, venöse und rheumatische Ödeme, chronisch-entzündliche Ödeme (Sklerodermie, Strahlenschäden), Inaktivitätsödeme (bei Lähmungen), Ödeme nach Operationen und Traumen und Morbus Sudeck behandelt werden.

ist eine unterstützende und vorbereitende Maßnahme für die physiotherapeutische Behandlung. Sie wirkt durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, spannungssenkend, abschwellend.

Die Dornmethode kommt hauptsächlich bei Rücken-und Gelenkbeschwerden zum Einsatz. Oft wird sie in Verbindung mit der Massage nach Breuss, zur Muskelentspannung und -lockerung eingesetzt.
Durch Bewegungsmangel und Fehlbelastungen kommt es zu Fehlstellungen der Wirbelsäule und des Beckens, was wiederum eine Ursache von Rückenschmerz sein kann. Über sanfte Korrektur von Beinlängendifferenzen, Winkelfehlstellungen     und der Mitarbeit des Patienten werden Schmerzen positiv beeinflußt.

Wärme ist eine unterstützende und vorbereitende Maßnahme für die physiotherapeutische Behandlung. Wärme wird bei uns eingesetzt in Form von heißer Rolle und Heißluft/Rotlicht. Diese Maßnahmen wirken durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, abschwellend, Beeinflussung von Fehlspannungen der Muskulatur, Regulierung von Muskelspannungen. Behandlung durch mit heißem Wasser getränkten, aufgerollten Frotteetüchern mit starker Wärmeintensität und der Möglichkeit, gleichzeitiger mechanischer Beeinflussung auf der Haut.